Demokratie

 

Indonesien kann erste Erfolge der Demokratisierung verbuchen: es gibt freie Wahlen und Pressefreiheit, zahlreiche neue Gesetze und Institutionen wurden geschaffen. Die formalen demokratischen Errungenschaften und Reformen gehen jedoch weder mit der nötigen Änderung der politischen Kultur einher, noch resultieren sie in spürbaren Veränderungen der Lebenssituation eines Großteils der Bevölkerung. Indonesiens politische Elite ist geprägt von den Kindern der Suharto-Ära und ihren Verhaltensmustern. Korruption, fehlende Rechtsstaatlichkeit und mangelnde zivile Kontrolle über den Sicherheitsapparat sind neben der Reform der Justiz und der Verwaltung die größten Herausforderungen für eine genuine Demokratisierung.

Osttimor ist ein Land in einer post-conflict Phase und ringt mit der Demokratie. Machtkämpfe innerhalb der politischen Führung sind das größte Hindernis für den Frieden und können jederzeit wieder zu Gewaltausbrüchen führen. Ein schwaches ineffektives Justizsystem, die mangelhafte Umsetzung von Reformen im Sicherheitssektor, Korruption, Amtsmissbrauch und sozioökonomische Ungleichheiten gefährden die demokratische Entwicklung. Die Sicherheitslage ist weiterhin fragil und es besteht eine soziale Instabilität, geprägt von Armut und den bleibenden traumatischen Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte.

Durch ein Ineinandergreifen von Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit begleiten wir die Demokratisierungsprozesse der beiden Länder, wir zeigen Defizite auf, richten aber auch die Scheinwerfer auf die Potentiale.

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