Die Kommission empfiehlt, dass der Sicherheitsrat ein internationales Strafgericht einrichten sollte, falls es Indonesien innerhalb von sechs Monaten versäumt, die Verfahren wieder aufzunehmen und gegen weitere, bisher nicht angeklagte Personen, wie zum Beispiel General Wiranto, neu zu eröffnen. Diese Verfahren sollten mit Hilfe von Rechtsberatern, vorzugsweise aus Asien, nach international anerkannten Standards durchgeführt werden. Bezüglich der Prozesse in Osttimor stellt die Kommission fest, dass die Arbeit bei weitem noch nicht abgeschlossen werden konnte. Sie legt dem Sicherheitsrat dringend nahe, das Sondergericht in Osttimor bis zum Juli 2007 mit internationaler Unterstützung so fortzuführen, dass dessen Aufgaben anschließend von der nationalen Justiz übernommen werden können. Kritisch äußerten sich die Experten zur Wahrheits- und Freundschaftskommission zwischen Indonesien und Osttimor, deren Mandat und Befugnisse internationalen Menschenrechtsstandards widersprächen und die anhaltende Straflosigkeit beförderten.
Watch Indonesia! unterstützt die Empfehlungen der VN-Expertenkommission und ruft die Bundesregierung dazu auf, sich bei den Regierungen Indonesiens und Osttimors sowie beim Sicherheitsrat der VN für deren Umsetzung stark zu machen. Versöhnung, Gerechtigkeit und gutnachbarschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern können langfristig nur erzielt werden, wenn die Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen von den schwer wiegenden Makeln befreit wird, die der Bericht der Expertenkommission benennt.
Presseerklärung: http://www.watchindonesia.org/PE_COE.htm
VN-Expertenbericht: http://www.un.org/Docs/journal/asp/ws.asp?m=s/2005/458
Zur Wahrheits- und Freundschaftskommission siehe: Watch Indonesia! Information and Analysis, March 29, 2005: Trading Justice for Friendship, An Analysis of the Terms of Reference of the Commission of Truth and Friendship for Indonesia and East Timor, by Leonie von Braun: http://www.watchindonesia.org/CTF.htm
In einem gemeinsamen Schreiben vom 12. Juli 2005 haben sich Watch Indonesia!
und andere internationale NGOs, wie Perkumpulan HAK und JSMP aus Osttimor,
die Human Rights Working Group aus Indonesien sowie das International Center
for Transitional Justice, Human Rights Watch, ETAN, TAPOL, die Coalition
for International Justice, Human Rights First und die Open Society Justice
Initiative an den UN-Generalsekretär Kofi Annan gewandt. Die Organisationen
ermutigten ihn, die Empfehlungen der von ihm eingesetzten Expertenkommission
aktiv zu unterstützen, sich für eine baldige Befassung im Sicherheitsrat
einzusetzen und den Bericht so schnell wie möglich öffentlich
zu machen.
http://www.watchindonesia.org/Letter%20to%20Secretary%20General%20on%20Timor%20CoE.pdf
Watch Indonesia! weist mit Sorge darauf hin, dass sich mit der einseitigen „Rückgabe“ des Autonomiegesetzes unrealistische Hoffnungen der Bevölkerung Papuas auf ein Eingreifen Dritter (Niederlande, USA, VN) zugunsten der Unabhängigkeit Papuas verbinden. Diese Hoffnungen würden zum Teil von bestimmten Seiten in unverantwortlicher Weise absichtlich geschürt, während andere aus Unkenntnis der Situation nicht zu erkennen scheinen, wie ihr Handeln ebenfalls zu diesen trügerischen Hoffnungen beitrüge. Das Militär habe bereits massiv Truppen zusammengezogen. Die Spannung drohe sich gewaltsam zu entladen. Eine neuerliche Eskalation der Gewalt würde nicht nur eine Lösung der Probleme Papuas um Jahre zurückwerfen, sondern auch den fragilen Friedensprozess in Aceh gefährden, befürchtet die Organisation und ruft daher alle Seiten dazu auf, mit Besonnenheit zu handeln und einer Eskalation der Gewalt mit allen Mitteln entgegen zu wirken. „Mit dem Abkommen zu Aceh hat Indonesien gezeigt, dass es möglich ist, Konflikte politisch zu lösen. Dies sollte wegweisend sein für einen Umgang auch mit anderen Konfliktregionen.“
Deutsch: http://www.watchindonesia.org/PapuaAppell.htm
Englisch: http://www.watchindonesia.org/PapuaAppeal.htm
Indonesisch: http://www.watchindonesia.org/PapuaHimbauan.htm
Für die Opfer der Verbrechen in Osttimor sei bisher keine umfassende Gerechtigkeit erzielt worden, stellt die VN-Expertenkommission fest. Sie empfahl für Osttimor, dass das im Mai 2005 geschlossene Sondergericht seine Arbeit wieder aufnimmt. Das Sondergericht wurde geschlossen, obgleich die nationale Justiz nicht in der Lage ist, die unvollendete Arbeit fortzusetzen. Dieser Schritt, so Watch Indonesia!, sei voreilig gewesen und mit weitreichenden Folgen verbunden, wie die Rückkehr eines Milizionärs über die Grenze zu Westtimor gerade gezeigt hat. Von der Bevölkerung erkannt, wurde dieser der Polizei übergeben. Das Gericht, vor dem er sich wegen Mordes und Folter, so die Anklage, zu verantworten hätte, gibt es aber nicht mehr. Die Arbeit des Sondergerichtes einzustellen, habe nicht nur rechtsstaatliche Folgen, sondern werfe vor allem auch sicherheitspolitische Bedenken auf.
Watch Indonesia! befürchtet, dass, wenn zurückkehrende Milizionäre nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden, die Anzahl der Heimkehrer in den Gemeinden steigen wird. Osttimors Gesellschaft erholt sich gerade erst vom Trauma des Krieges. „In den letzten Jahren hat Osttimors nationale Wahrheitskommission Prozesse zur Versöhnung mit Tätern minderschwerer Verbrechen in den Gemeinden durchgeführt. Ein Grund dafür, dass diese Prozesse von der Bevölkerung gut angenommen wurden, war die Zusicherung, dass die Täter schwerer Verbrechen vor Gericht gestellt werden. Das Fehlen von Gerechtigkeit stellt in Osttimor heute das größte Hindernis für die Versöhnung dar“, so die Berliner Organisation.
http://www.watchindonesia.org/JRH.htm
Zur Rückkehr von Milizen s.: JSMP, Press Release: War Crimes Suspect
Returns to Timor Leste Dili, 8 August 2005: http://www.jsmp.minihub.org/News/August%202005/08aug05jsmp_war_eng.htm
„Noch vor vier Monaten hatten Teile der Regierung geplant, alle ausländischen Hilfsorganisationen auszuweisen“, erklärt Marco Obermüller, Landeskoordinator und Projektleiter der Welthungerhilfe, in Banda Aceh. Trotz der massiven Präsenz der internationalen Gemeinschaft hätten beide Konfliktparteien seit Dezember mehrere Hundert Menschen getötet. “Viele Aspekte im aktuellen Friedensprozess geben aber Anlass zur Hoffnung, dass es zu einem dauerhaften Frieden kommen könnte: Militär, Regierung, Parlament und die Rebellen tragen den Vertrag diesmal wirklich mit; auch die geplante EU-Beobachtermission sowie die internationale Anwesenheit der vielen Helfer sind wichtige Faktoren.“ Nun käme es darauf an, ob die beiden Konfliktparteien ihren Verpflichtungen in den nächsten Monaten vertragsgemäß nachkommen. Die Welthungerhilfe ist seit Januar 2005 in der Krisenprovinz aktiv und hat nach der ersten Nothilfephase nun mit umfangreichen Wiederaufbauprojekten begonnen.
http://www.welthungerhilfe.de/WHHDE/aktuelles/presse_archiv/Friedensvertrag-Aceh.html
Bisher sind in Deutschland Import und Handel mit Holz aus illegalen Quellen und Urwaldzerstörung nicht verboten. Der Bundestag hat von der Bundesregierung ein Urwaldschutzgesetz gefordert, aber die Ministerien haben den Entwurf noch nicht untereinander abgestimmt. „Die nächste Regierung muss das Gesetz verabschieden und eine Beschaffungspolitik auf den Weg bringen, die eine Verwendung von Holz aus ökologischer Waldnutzung vorschreibt“, fordert Greenpeace.
„Politik und Wirtschaft haben den stillen Pakt mit der Holzmafia noch immer nicht aufgekündigt“, kommentierte WWF-Tropenwaldexpertin Nina Griesshammer. Der WWF beziffert den Wert des illegalen Holzes aus Indonesien auf 150 Millionen Euro jährlich. Noch düsterer sieht die Bilanz mit Blick auf die Europäische Union aus. Die EU importierte 2003 aus ganz Asien illegales Holz im Wert von 2,6 Milliarden Euro. Grundlage der WWF-Untersuchung sind die Außenhandelsdaten der EU. „Der volkswirtschaftliche Schaden dieser Form der geduldeten organisierten Kriminalität ist enorm“, sagte Griesshammer. Der illegale Handel drücke den Holzpreis weltweit um bis zu 16 Prozent und schädige so nicht nur den Wald, sondern auch nachhaltig wirtschaftende Waldbesitzer und Holzunternehmen. „Solange Deutschland und die EU den Import von illegal eingeschlagenem Holz billigend in Kauf nehmen, tragen sie eine direkte Verantwortung für die Vernichtung der Regenwälder und unterstützen ein kriminelles System, dass Mensch und Natur ausbeutet.“ Der WWF fordert ein Verbot des Handels mit Holz aus illegalen Quellen. Leider sei der Entwurf eines Urwalschutzgesetzes, das diesen Handel unter Strafe stellen sollte, in den Schubladen der rot-grünen Ministerien stecken geblieben.
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/02625/
Studie Heiße Ware Tropenholz:
http://www.wwf.de/imperia/md/content/pdf/kampagnen/borneo/HeisseWareTropenholz_0805.pdf
http://www.bmz.de/de/presse/pm/presse20050815.html
Beide Konfliktparteien haben in der Vereinbarung die EU und ASEAN-Mitgliedstaaten eingeladen, die Umsetzung der Friedensvereinbarung durch eine „Aceh Monitoring Mission“ zu überwachen. Die Außenminister der Europäischen Union haben am 18. Juli ihre Bereitschaft erklärt, auf Einladung der beiden Parteien eine zivile Beobachtermission zur Überwachung der Friedensvereinbarung zu entsenden. Deutschland werde sich mit bis zu zehn Experten an dieser Beobachtermission beteiligen. Insgesamt soll die „Aceh Monitoring Mission“, eine zivile und unbewaffnete Mission im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP), eine Stärke von rund 200 Beobachtern erreichen. Seit dem Tag der Veröffentlichung sei bereits ein erstes Team von rund 50 Beobachtern vor Ort, förmlich solle die Mission am 15. September 2005 mit der Arbeit beginnen und voraussichtlich zunächst sechs Monate in Aceh bleiben.
Die Bundesregierung hat neben umfangreichen Nothilfemaßnahmen im Mai dieses Jahres eine erste Tranche der Wiederaufbauhilfe in Höhe von 59 Mio. € zugesagt. Die Mittel werden schwerpunktmäßig für Projekte im Bereich des Gesundheitswesens, der Grund- und Berufsbildung, im Fischereisektor, für den Wohnungsbau sowie zur Förderung guter Regierungsführung eingesetzt. 10 Mio. US$ sind für die Beteiligung an einem Geberfonds vorgesehen, den die Weltbank treuhänderisch verwaltet. Auch die Partnerschaftsinitiative der Bundesregierung sei weiterhin ein wichtiger Bestandteil der deutschen Hilfe für die Region. In ihrem Rahmen seien in Indonesien mittlerweile 24 Wiederaufbauprojekte angelaufen.
http://www.auswärtigesamt.de/www/de/ausgabe_archiv?archiv_id=7467
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=view&id=641&Itemid=31
Der indonesische Botschafter Makarim Widodo leitete die Veranstaltung mit dem Hinweis auf die wichtige Bedeutung von Bildung und Forschung im aktuellen Arbeitsprogramm der neuen Regierung ein. Der Minister erklärte in seinen Vortrag u.a.: die Erstinstallierung zweier Mess-Bojen solle schon Anfang Oktober in Simeulue und danach unweit von Nias erfolgen. Zwar fehle dazu noch ein 6 km langes Stahlkabel, aber der Minister zeigte sich diesbezüglich zuversichtlich. Auf die Frage, wie die Realisierung des Projektes trotz hoher Bürokratie so planmäßig erfolgen konnte, antwortete der Minister harsch, indem er auf die langjährige intensive Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indonesien sowie auf die Ernsthaftigkeit der indonesischen Regierung ihren Aufgaben nachzugehen, verwies. Im Übrigen handele es sich bei dem Frühwarnsystem nicht um ein völlig neues technologisches System, sondern lediglich um die Einbindung neuer Komponenten. Kritisch sieht der Minister allerdings die Warnzeit von 20-30 Minuten. Positiv sei aber, dass das System sich für den Aufbau eines umfassenderen Netzwerkes mit anderen zukünftigen Bojen eigne.
Nicht minder interessant waren die Ausführungen des Ministers über die Prioritäten seines Ministeriums. Einige seiner Ziele erinnern an die Programmatik der deutschen Grünen, u.a. die Förderung der Energiegewinnung aus erneuerbaren und alternativen Ressourcen. Hierunter versteht der Minister jedoch nicht nur Wasserkraft und Windenergie, sondern auch Atomkraft sowie Biodiesel auf der Grundlage von Palmöl. Etwas kurzsichtig erscheint der Plan, langfristig bis zu 3 Mio. Hektar Palmölplantagen in Grenzgebieten zu Sarawak und Papua Neuguinea anzulegen. Der Minister berichtete dem Publikum des weiteren über ein neu geplantes Vorhaben, mit deutscher Zusammenarbeit riesige Windanlagen in Indonesien aufzubauen.
Fragen und Anregungen direkt: kakadiman@ristek.id
Palmöl enthält viele gesättigte Fette und steht daher im Verdacht, sich ungünstig auf Herzerkrankungen auszuwirken. Die Studie nimmt außer den gesundheitlichen auch die ökologischen Aspekte des hohen Palmölverbrauchs unter die Lupe. Besonders in Indonesien musste und wird Primärwald den Plantagen weichen. Dadurch geraten gefährdete Tierarten noch stärker unter Druck. Plantagen verseuchen Luft und Wasser mit Pestiziden. Die Studie untersucht die Verbindung von Palmölplantagen, Regenwaldzerstörung und Ausrottung von Tieren am Beispiel fünf gefährdeter Großsäugetierarten.
„Cruel Oil“ als pdf-Datei: http://www.cspinet.org/palmoilreport/index.html
Neben zahlreichen technischen Problemen, u.a. ungenügende personelle Kapazitäten und dem kaum zu bewältigenden Aufwand an Übersetzungsleistungen zwischen Portugiesisch, Indonesisch, Englisch, Tetum und anderen Lokalsprachen, identifiziert der Bericht den wesentlichen Schwachpunkt in der mangelnden Unterstützung seitens der VN und der Regierung Osttimors.
Ein Paradebeispiel hierfür ist die Anklage gegen den seinerzeitigen Verteidigungsminister und militärischen Oberbefehlshaber Indonesiens, General Wiranto. Indonesien reagierte empört auf diese Anklage. Die VN schoben daraufhin die Verantwortung der Staatsanwaltschaft in Dili zu. Osttimors Offizielle sahen sich im Regen stehen gelassen und machten im Gegenzug die VN für die Anklage verantwortlich. Folglich beschränkten sich die Strafprozesse auf Milizionäre, derer die Justiz in Dili habhaft werden konnte. Keiner der in Indonesien lebenden Drahtzieher der Gewaltexzesse von 1999 konnte von der osttimoresischen Justiz belangt werden.
ICTF kommentiert auch die von Indonesien und Osttimor jüngst ins Leben gerufene gemeinsame Wahrheits- und Versöhnungskommission. Diese Kommission sei zu gnädig mit den Tätern und stelle die Rechte der Opfer in den Hintergrund. Bedenklich sei, dass der Kommission Unterlagen aus den Strafverfahren sowie den Anhörungen der osttimoresischen Wahrheits- und Versöhnungskommission (CAVR) zugänglich werden könnten. Vertrauliche Aussagen von Opfern und Zeugen drohen somit in die Hände indonesischer Täter zu gelangen.
http://www.ictj.org/downloads/ictj.justice-abandoned.pdf
Englisch: http://hrw.org/reports/2005/indonesia0605
Indonesisch: http://hrw.org/indonesian/reports/2005/indonesia0605
Die steigenden Einnahmen aus der Erdölförderung werden jedoch kaum mit dem rapiden Bevölkerungswachstum von mehr als 3 Prozent Schritt halten können. Bereits heute ist die Hälfte der Bevölkerung jünger als 15 Jahre, und Osttimor ist einer der ärmsten Staaten der Welt. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf beträgt nur 366 US$ - Tendenz fallend.
Die Weltbank warnt vor zunehmender sozialer Unzufriedenheit, Korruption und den damit verbundenen Risiken für die innere Sicherheit. Für die harsche Kritik, die Mark Dodd in einem am 26.7.05 in der Zeitung „The Australian“ erschienenen Artikel an der Regierung Osttimors übt, findet sich in dem Strategiepapier dennoch wenig Anlass. Gleichwohl trägt eine in Erwiderung darauf am folgenden Tag vom osttimoresischen Außenministerium verbreitete Presseerklärung von Minister Ramos-Horta kaum zur Versachlichung bei, sondern trifft von Stil und Inhalt deutlich unter die Gürtellinie.
http://www-wds.worldbank.org/servlet/WDS_IBank_Servlet?pcont=details&eid=000012009_20050627095435
Die Studie gibt einen Überblick über Ökologie, Flora, Fauna und Besiedlungsgeschichte der Insel. Im zweiten Kapitel werden die wichtigsten Dayak-Ethnien mit ihren Kulturen und Wirtschaftsformen vorgestellt. Der Abschnitt über Landnutzung geht auf die (im Gegensatz zu traditionellen Lebensformen stehende) staatliche Nutzung ein, auf Konzessionswälder, Plantagen bzw. Industriewälder und Naturschutzgebiete. Die Ursachen für die Gefährdung Borneos werden erörtert und ihre ökologischen Folgen diskutiert. Schließlich werden unterschiedliche Analysen der Entwaldung gegeneinander gestellt. Insgesamt bietet die Studie mit der Auswahl der wichtigsten Probleme, Daten und Literaturhinweise ein kompaktes und informatives Bild der gegenwärtigen Situation Borneos. Mit der Publikation der „Treasure Island“ startet der WWF in eine Kampagne zur Rettung der Wälder Borneos. Mit Ausstellungen in Zoos und Tierparks, mit Filmen, Unterschriftenlisten und weiteren Aktionen will der WWF von Juni bis Dezember 2005 die breite Öffentlichkeit alarmieren.
Weitere Informationen unter: http://www.wwf.de/kampagne/borneo/
Die Studie zu Borneo im pdf-Format:
http://www.wwf.de/imperia/md/content/pdf/kampagnen/borneo/Studie_Treasur_Island_at_Risk_Juni05.pdf
Die vorliegende Studie bringt auch Beispiele aus Indonesien: In Wonosobo, einem ländlichen Gebiet auf Java, hat ein kleines Naturvolk bewiesen, dass man seit Generationen im und mit dem Wald leben kann, ohne ihn nachhaltig zu schädigen. Doch als die Regierung einen großen Teil des Gebietes für die Anlage von Palmölplantagen entwalden ließ, entstand eine monokulturelle landwirtschaftliche Region. Dadurch wurde vielen Menschen und Tieren ihr Lebens- und Nahrungsraum genommen.
In einer anderen Gegend Javas mussten die Fischer ihr Land, auf dem großflächig Aquakulturen für die Krabbenzucht angelegt werden sollten, an die Regierung verkaufen. Die Mangrovenwälder wurden gerodet. Bald war das Wasser so verunreinigt, dass Zucht nicht mehr möglich war. Die Fischer verloren ihre Arbeit und verarmten. Friends of the Earth rief das Projekt „Sidoarja“ ins Leben, forstete die Mangrovenwälder wieder auf und gab damit den Fischern ihre Existenzgrundlage zurück. „Sidoarja“ ist ein erfolgreiches Projekt, denn heute können wieder 90 Prozent des Gebietes traditionell bewirtschaftet werden. / Susanne Leister
http://www.foei.org/publications/pdfs/poverty.pdf
Siehe auch Friends of the Earth: Briefing Paper, Juni 2005: The importance
of natural resources in poverty eradication: http://www.foei.org/publications/pdfs/foeipovertybriefing.pdf
Presseerklärung Friends of the Earth zum G8-Gipfel: http://www.foei.org/media/2005/0708.html
Global Witness zufolge reichen freiwillige Verpflichtungen nach den EITI-Kriterien (Extractive Industries Transparency Initiative) nicht aus. Es gebe keine Alternative zur gesetzlich verankerten Pflicht der Berichterstattung, entweder auf nationaler oder, mit international bindenden Standards, auf globaler Ebene.
http://www.globalwitness.org/reports/download.php/00240.pdf
http://www.traffic.org/news/press-releases/OrangUtan.pdf
Das Buch ist als pdf-Datei erhältlich unter:
http://www.cifor.cgiar.org/publications/pdf_files/Books/BKusumanto0501.pdf
Human Rights First: Reformasi & Resistance - Human Rights Defenders
and Counterterrorism in Indonesia, Edited by Neil Hicks & Michael McClintock,
Mai 2005
http://www.humanrightsfirst.org/defenders/hrd_indonesia/reports/reformasi-resist-indonesia-may05.pdf
International Organization for Migration (IOM): Asian Tsunami Disaster
Relief and Reconstruction
Headlines, Activity Updates, News Stories, Publications, u.a.:
· Post-Disaster Assessment in Nias and Simeulue
· Settlement and Livelihood Needs and Aspirations Assessment
of Disaster-Affected and Host Communities in Nias and Simeulue
· Post-Disaster Damage Assessment in Nanggroe Aceh Darussalam
· Settlement and Livelihood Needs and Aspirations Assessment
in Nanggroe Aceh Darussalam
· Shelter Operations Brochure
· etc.
http://www.iom.int/tsunami/
Link zu Tierschmuggel: Send them back home
Mehr als eineinhalb Jahre ist es schon bekannt, dass über hundert
Orang-Utans aus Indonesien nach Thailand geschmuggelt wurden, um in Safari
World, Bangkok, und anderen Zoos, Farmen und Parks in Thailand zur Schau
gestellt zu werden. Ständig werden diese Menschenaffen zu Thai-Boxen
Shows missbraucht. Inzwischen zeigten unanfechtbare DNA Tests, dass mindestens
67 der 115 Orang-Utans in der Wildnis gefangen wurden und nicht in Gefangenschaft
zur Welt gekommen sind. Obwohl Thailand 1983 die Artenschutzbestimmungen
von CITES unterzeichnet hat, sind keine Anstrengungen zur Rückführungen
der geschmuggelten Orang-Utans nach Borneo und Sumatra in Sicht.
Die Webseite (Sprachen: Englisch, Spanisch, Portugiesisch) informiert
über die Hintergründe und aktuellen Entwicklungen dieses Schmuggels.
Außerdem liefert die Homepage Vorschläge, wie Sie helfen können,
das Leiden der Safari World Orang-Utans zu beenden. Eine Unterschriftenliste,
herunterladbare Poster, Postkarten und Flyer helfen, selbst aktiv zu werden.
http://www.sendthembackhome.org
Janun & Yapikbi: Lieder aus Biak – Lagu-lagu dari Biak, Musik-CD,
Hannover 2005
Die Musik aus Papua, die auch schon am Landwehrkanal in Berlin erklang,
ist noch in guter Erinnerung. Jetzt sind die Lieder, entstanden aus dem
Jugendaustauschprogramm von Janun (Hannover) mit Yapikbi (Biak, West-Papua),
auf CD für Euro 7,50 erhältlich. Der Erlös aus dem Verkauf
der CD fließt in das Jugendzentrum von Yapikbi auf der Insel Biak.
Informationen: http://rumsom.tripod.com
und http://www.janun-hannover.de
Kontakt: buero@janun-hannover.de
JSMP Report: The Role, Practice and Procedure of the Court of Appeal,
Dili, 28. Juni 2005
Englisch: http://www.jsmp.minihub.org/Reports/jsmpreports/Report%20on%20Court%20of%20Appeal/Court%20of%20Appeal%20report%20(e).pdf
Indonesisch:
http://www.jsmp.minihub.org/Reports/jsmpreports/Report%20on%20Court%20of%20Appeal/Laporan%20Pengadilan%20Tinggi%20(b).pdf
World Food Programme: Insecurity and Vulnerability Analysis Timor-Leste,
April 2005
http://documents.wfp.org/stellent/groups/public/documents/vam/wfp067434.pdf
International Center for Transitional Justice: Comment on the Bill Establishing
a Truth and Reconciliation Commission in Indonesia, written by Eduardo
González, New York
http://www.ictj.org/downloads/indo.trc.comment.pdf
Asienhaus: Focus Asien 19: Verflutet noch mal! Gesellschaftliche, globale
und ökologische Dimensionen des Tsunami im Indischen Ozean. (Herausgegeben
von Niklas Reese und Stefan Eckhardt), 76 Seiten, Preis 5 Euro.
Bestellung an: vertrieb@asienhaus.de.
Einleitung und Inhaltsverzeichnis finden Sie unter: http://www.asienhaus.de/focusasien-aktuell
Ingo Wandelt: Hintergründe: Zur Unterzeichnung des Aceh -Friedensabkommens
am 15. August, Asienhaus-Rundbrief 12/2005, 12.8.2005,
http://www.asienhaus.de/public/archiv/aceh-kriegundfrieden.pdf
Heinrich Böll-Stiftung (Hrsg.): Towards Good Society. Civil Society
Actors, the State, and the Business Class in Southeast Asia - Facilitators
of or Impediments to a Strong, Democratic, and Fair Society? Berlin, 2005,
256 Seiten (ISBN 3-927760-49-8) Mit Beiträgen von D. Gosewinkel, W.
Pfennig, Juree Vichit-Vadakan, Surichai Wankaew, Ulil Abshar Abdallah,
Eep Faefulloh Fatah, Bui The Cuong, Joe Hannah, Adam Fforde, Kasian Tejapira,
Azyumardi Azra, Jörg Wischermann.
Der Band ist über den Buchhandel oder direkt von der Heinrich
Böll-Stiftung als auch im kostenlosen download zu beziehen: http://www.boell.de/downloads/asien/Towards-6.pdf
Heinrich-Böll-Stiftung, Hackesche Höfe, Rosenthaler Str.
40/41, 10178 Berlin, Tel. +49-30-285 34-0, Fax: +49-30-285 34 109, E-mail:
info@boell.de
Jürgen Rüland, Clemens Jürgenmeyer, Michael H. Nelson,
Patrick Ziegenhain (authors): Parliaments and Political Change in Asia
2005, ISEAS (Institute of Southeast Asian Studies) 324 pages. Soft cover:
ISBN 981-230-273-5, US$ 25.90, Hard cover: ISBN 981-230-232-8, US$ 39.90,
Weitere Informationen und Bestellung bei ISEAS unter: http://bookshop.iseas.edu.sg/bookmarks/BM266/index.html.
Hrsg: Watch Indonesia!
in Zusammenarbeit mit Umverteilen! – Stiftung für eine solidarische
Welt
Redaktion: Alex
Flor, Marianne Klute, Monika Schlicher, Petra Stockmann, Rita Sastrawan,
Susanne Leister, Tia Mboeik
Der Infodienst wird unterstützt
aus Mitteln des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED)
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