Infodienst Indonesien und Osttimor, Nr. 30
Oktober - Mitte Dezember 2004
Inhalt
Aus der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen:
Veranstaltungen, Seminare:
-
Veranstaltungsreihe der Friedrich Ebert Stiftung (FES) zum
Thema: Wahlen in Asien 2004, 19.-21. Oktober 2004
-
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
(DGAP): Expertengespräch mit Kay Rala Xanana Gusmão und Dr.
José Ramos-Horta zum Thema: „Building a Nation from Ashes: Challenges
and Opportunities for the Future“ Berlin, 20. Oktober 2004
-
Religion in Konflikten - Probleme der Entwicklungspolitik
am Beispiel Indonesien; Gemeinschaftsveranstaltung „Demokratie und Entwicklung“
der Friedrich-Naumann-Stiftung, der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung
(GKKE) und des Deutschen Komitees des World University Service (WUS), Katholische
Akademie Berlin, 25. Oktober 2004
-
Heinrich Böll Stiftung: Südostasien: auf dem Weg
zu einer „guten Gesellschaft“? Workshop, Berlin, 26.-27. Oktober 2004
-
Workshop: Democratisation in Indonesia after the fall of
Suharto, Seminar für Südostasien-Studien, Humboldt Universität
Berlin, 28. Oktober 2004
-
Deutsch-Indonesische Gesellschaft Köln und Cologne
Forum for Indonesia: Menschenhandel – Prostitution – Aids; Workshop im
Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Köln, 29.-31. Oktober 2004
-
Themenabend „Versöhnung ohne Gerechtigkeit? Osttimor
5 Jahre nach der Zerstörung“, Katholische Akademie, 8. November 2004
Presse- und Lobbyarbeit:
Indonesien/Osttimor in der deutschen und EU-Politik:
Veröffentlichungen, Berichte:
-
amnesty international: Indonesia - A briefing on the death
penalty, 1. Oktober 2004
-
amnesty international: Indonesia - New military operations,
old patterns of human rights abuses in Aceh (Nanggroe Aceh Darussalam),
AI Index: ASA 21/033/2004, 7. Oktober 2004
-
amnesty international: Malaysia - Human rights at risk in
mass deportation of undocumented migrants, 2. Dezember 2004
-
Peter Aldhous: Borneo is Burning, in: Nature, Vol. 432,
11. November 2004; Florian Siegert: Brennende Regenwälder, in: Spektrum
der Wissenschaft, Februar 2004
Aus der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen:
Veranstaltungen, Seminare:
Veranstaltungsreihe der Friedrich Ebert Stiftung (FES)
zum Thema: Wahlen in Asien 2004, 19.-21. Oktober 2004
Internationale Konferenz “Elections in Asia – is democracy making progress?“,
19. -20. Oktober, FES Berlin
Ziel der Veranstaltung war es, die Wahlen, die 2004 in verschiedenen südostasiatischen
Staaten stattgefunden haben, zu evaluieren und zu diskutieren, ob diese
ein Zeichen für demokratischen Fortschritt seien. Mehr als 50 Personen
aus Afghanistan, Kambodscha, Indien, Indonesien, Malaysia, den Philippinen,
Singapur, Sri Lanka, Südkorea, Thailand und der Bundesrepublik nahmen
an der Fachkonferenz teil. Als Referent aus Indonesien war Dr. Daniel Sparringa
von der Airlangga Universität geladen. An den Universitäten in
Köln, Münster und Bonn fanden weitere Veranstaltungen der Gäste
zum Thema statt, s. folgenden Beitrag.
Infos zur Veranstaltungsreihe unter:
http://www.fes.de/international/asien/
Eine Zusammenfassung der Berliner Konferenz von Norbert von Hofmann,
FES Singapur, ist in englischer Sprache erhältlich unter:
http://fesportal.fes.de/pls/portal30/docs/FOLDER/WORLDWIDE/ASIEN/VERANSTALTUNGEN/WAHLENASIEN2004/BERICHTVONHOFMANN.HTML
Veranstaltung „Asien hat gewählt - Durchbruch
zur Demokratie“, 21. Oktober 2004, Universität Münster
Das Jahr 2004 ist für den asiatischen Kontinent ein „Superwahljahr“:
In elf Ländern wurden über eine Milliarde Menschen aufgerufen,
ihre Stimmen abzugeben. Das Symposium „Asien hat gewählt – Durchbruch
zur Demokratie?“ hat dies zum Anlass genommen, die Frage der Demokratisierung
Asiens näher zu beleuchten. Die Veranstaltung fand am 21. Oktober
2004 vor großem Publikum in Münster statt. Organisierende Kooperationspartner
waren die Friedrich Ebert Stiftung, das Asienhaus Essen sowie die Universitäten
Bonn, Duisburg-Essen, Köln und Münster.
Dr. Daniel Theodore Sparringa vom Institut für Sozialwissenschaften
der Universität Airlangga, Surabaya, bezog sich in seinem Vortrag
auf die Entwicklungen, die in Indonesien zwischen den Wahlen 1999 und 2004
stattfanden, wie z.B. die Einführung eines parlamentarischen Zwei-Kammer-Systems.
Sparringa betonte, dass Korruption, Einschränkungen der Menschenrechte
und personelle Verstrickungen zwischen altem und neuem System als Probleme
weiter bestünden. In der Öffentlichkeit herrsche Zynismus, Frustration
und Angst vor Rückentwicklungen.
Die Wahl des neuen Präsidenten Susilo B. Yudhoyono und die Abwahl
Megawati Sukarnoputris zeigten deutlich, dass die Indonesier sich noch
immer den Wandel wünschten und ihre Hoffnung auf Demokratisierung
und Wohlstand bewahrt hätten. Es stelle sich dennoch die Frage, ob
die Wahl eines Mitgliedes der alten Herrschaftselite nicht im Widerspruch
zum Wunsch nach demokratischem Wandel stehe. Der Referent diskutierte diese
Frage, indem er die Positionen Megawatis zu Demokratisierung, nationaler
Einheit, Globalisierung, Reform des Militärs, Korruptionsbekämpfung
und Wirtschaftspolitik denen des neuen Amtsinhabers gegenüberstellte.
Dabei kam Sparringa zu dem Ergebnis, dass SBY für Wandel und Megawati
für Kontinuität stand. An beiden Politikern kritisiert er die
Unklarheit ihrer Äußerungen. Der Referent schloss seinen Vortrag
mit der Frage, ob die momentane Situation in Indonesien die Ruhe vor dem
Sturm sei oder ob eine echte Chance auf Demokratie bestehe.
Ein ausführliches Protokoll (auch zu den Beiträgen der anderen
Referenten aus Südkorea und Afghanistan) wird in der Zeitschrift Asien
nachzulesen sein. / Zusammenfassung von André Borgerhoff
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
(DGAP): Expertengespräch mit Kay Rala Xanana Gusmão und Dr.
José Ramos-Horta zum Thema: „Building a Nation from Ashes: Challenges
and Opportunities for the Future“ Berlin, 20. Oktober 2004
Xanana Gusmão, Präsident von Osttimor, und sein Außenminister
José Ramos-Horta waren im Oktober zu Besuch in Berlin. Nach einem
Empfang mit militärischen Ehren durch Bundespräsident Horst Köhler
standen Treffen mit Außenminister Joschka Fischer und Entwicklungsministerin
Heidemarie Wieczorek-Zeul auf dem Programm. Darüber hinaus sprachen
Gusmão und Ramos-Horta in einer Expertenrunde in der DGAP über
Osttimors gegenwärtige Lage sowie jetzige und zukünftige Herausforderungen
und Möglichkeiten. Angestoßen durch die Frage aus dem Publikum,
warum der Haftbefehl für General Wiranto vom osttimoresischen Generalstaatsanwalt
noch immer nicht an Interpol weitergeleitet worden sei, drehte sich die
anschließende Diskussion fast ausschließlich um die Frage nach
juristischer und anderer Aufarbeitung der Gewalt von 1999. Einmal mehr
machten Präsident und Außenminister deutlich, dass ihnen an
einer strafrechtlichen Verfolgung der indonesischen Täter nicht gelegen
ist.
Rede Gusmãos vor der DGAP: http://etan.org/et2004/october/22/21gusmao.htm
Notizen zum DGAP Gespräch: http://www.watchindonesia.org/notes02.11.04.htm
taz-Artikel: http://www.watchindonesia.org/taz_22.10.04.htm
Deutsche Welle Indonesisches Programm: http://www.watchindonesia.org/DW_22.10.04.htm
(auf Indonesisch)
Religion in Konflikten - Probleme der Entwicklungspolitik
am Beispiel Indonesien; Gemeinschaftsveranstaltung „Demokratie und Entwicklung“
der Friedrich-Naumann-Stiftung, der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung
(GKKE) und des Deutschen Komitees des World University Service (WUS), Katholische
Akademie Berlin, 25. Oktober 2004
Religion in Konflikten: Probleme der Entwicklungspolitik am Beispiel Indonesien
- über dieses Thema informierten und diskutierten Alex Flor (Watch
Indonesia!), Werner Lamottke (Evangelischer Entwicklungsdienst) und Dr.
Wolfgang Sachsenröder (Friedrich-Naumann-Stiftung).
Auf Bitte von Moderator Günter Knabe von der Deutschen Welle stellten
die Podiumsteilnehmer zunächst die Ziele und Arbeitsschwerpunkte der
von ihnen vertretenen Institutionen und ihrer Kooperationspartner in Indonesien
vor. Als gemeinsame und sich durch die jeweiligen Schwerpunkte gegenseitig
ergänzende Arbeitsfelder des Evangelischen Entwicklungsdienstes, der
Friedrich-Naumann-Stiftung und von Watch Indonesia! sind zu nennen:
-
die Förderung des gesellschaftspolitischen Dialogs zwischen Angehörigen
der fünf in Indonesien verbreiteten Religionen,
-
die Unterstützung von Demokratisierungs- und Entwicklungsprozessen
durch Bildungs-, Dialog- und Beratungsprogramme,
-
die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland,
-
seit 2001 die verstärkte Information über als religiös geprägt
wahrgenommene gewalttätige Auseinandersetzungen in einzelnen Konfliktregionen
Indonesiens.
Vom Ende der Ära Suharto bis zur jüngsten Wahl von Susilo Bambang
Yudhoyono zum Präsidenten Indonesiens – darin war sich das Podium
einig – ist Indonesien ein Entwicklungsland mit Risiken und Chancen. Im
Vergleich mit religiös geprägten Auseinandersetzungen in anderen
Ländern und Regionen sei Indonesien ein weithin friedliches Land.
Die Konflikte in Aceh, auf Kalimantan und den Molukken bezeichneten die
Teilnehmer als die Krisenherde im Land der rund 13.000 Inseln mit seinen
insgesamt ca. 220 Millionen Einwohnern.
Indonesien sei ein Land mit einer Geschichte von Widersprüchen:
Ein Teil der Hemmnisse auf dem Weg zur Stabilisierung des bisher erreichten
Grades an Demokratie und Entwicklung seien einige schwer überwindbare
Erblasten aus 50 Jahren Autoritarismus. Die neue Regierung unter Exgeneral
Yudhoyono stehe auch vor zahlreichen neuen Herausforderungen. Das Land
mit seiner moderat-islamischen Bevölkerungsmehrheit kämpfe gegen
islamistische Extremistenzellen ebenso wie gegen vielfältige Versuche,
Unterschiede aufgrund des religiösen Pluralismus für politische,
soziale und wirtschaftliche Interessen zu missbrauchen. Religiös geprägte
Konflikte – so das Podium – seien Ansatzpunkte für interessensbestimmte
Demagogie; auch die Missionierung externer Akteure trage zur Eskalation
bei. Für die deutsche Entwicklungspolitik und ihre vielfältigen
in Indonesien tätigen Träger hatte die von Krisen begleitete
Phase der Transition vom Ende der Suharto-Ära bis heute eine teils
veränderte Förderungspolitik zur Folge.
„Indonesien am Scheideweg“, so lässt sich die Diskussion des Abends
zusammenfassen. Die ambivalente Rolle, die dominant religiös geprägte
Einstellungen in Konflikten leider – oft ungewollt – spielen, darin waren
sich die Teilnehmer der Diskussion einig, sollte nicht vergessen lassen,
dass religionsgeprägte Einstellungen zugleich demokratie- und entwicklungsfördernd
sein können.
Ein weiteres Fazit: Indonesien könnte im internationalen Dialog
ein Brückenbauer sein, wenn es dem Land gelingt, seine Zukunft weitestgehend
friedlich zu gestalten.
Heinrich Böll Stiftung: Südostasien: auf dem
Weg zu einer „guten Gesellschaft“? Workshop, Berlin, 26.-27. Oktober 2004
„Zivilgesellschaftliche Akteure, Staat und Unternehmer in Südostasien
– Förderer oder Blockierer einer starken, demokratischen und sozial
gerechten Gesellschaft?“ hieß die Leitfrage des zweitägigen
Workshops, zu dem die Heinrich Böll Stiftung Akteure und Wissenschaftler
aus Thailand, Indonesien und Vietnam sowie aus den USA und Europa gebeten
hatte. Heute, nach der Demokratisierungswelle in südostasiatischen
Staaten, richten sich die Hoffnungen auf die Zivilgesellschaft.
Im Indonesien-Panel, moderiert von Frau Prof. Wessel, Humboldt Universität
Berlin, unterschied Ulil Abshar-Abdalla vom Netzwerk Liberaler Islam (Jaringan
Islam Liberal) zwischen „Zivilgesellschaft“ im islamischen Kontext (masyarakat
madani) und der modernen Bedeutung des Begriffs. In seiner „Analyse der
religiös-inspirierten zivilgesellschaftlichen Akteure und deren Praxen“
ging Ulil auf die Vielfalt der Organisationen der beiden großen islamischen
Bewegungen Nahdlatul Ulama und Muhammadiyah ein. Zu beiden gehörten
moderate und konservative NGOs. Moderate reinterpretierten islamische Traditionen
und Lehre, setzten auf interreligiösen Dialog und soziale Aktivitäten.
Geschlechtergleichheit sei eines ihrer Ziele. Wenn diese Bewegung die Oberhand
behielte, dann habe die Demokratie in Indonesien eine Chance, so Ulil.
Eep Saefulloh Fatah, Wissenschaftler der Universitas Indonesia in Jakarta,
stellte in seiner „Analyse der nicht-religiös inspirierten zivilgesellschaftlichen
Akteure“ die These von der Autonomie der Wählerinnen und Wähler
auf. Diese hätten bewiesen, dass sie nach eigenen Kriterien, welche
nicht unbedingt religiöse seien, entschieden. In der anschließenden
Diskussion, an der auch Prof. Azyumardi Azra vom Staatsinstitut für
Islamische Studien teilnahm (sein Vortrag war einem anderen Panel zugeordnet),
stand das Wiedererstarken des Islam im Vordergrund. Die Demokratie habe
auch radikalen Bewegungen Raum gegeben; der Glaube an eine „gute“ Zivilgesellschaft
sei irreführend, meinte Ulil. In Indonesien hielten viele daher das
Konzept von „civil society“ für weniger geeignet, denn die Zivilgesellschaft
sei fragmentiert. Wie die Auseinandersetzung zwischen moderatem und radikalem
Islam ausgehe, sei ungewiss. Eep hält jedoch dank der neu gebildeten
politischen Institutionen und Mechanismen eine neue Diktatur für unwahrscheinlich.
Workshop: Democratisation in Indonesia after the fall
of Suharto, Seminar für Südostasien-Studien, Humboldt Universität
Berlin, 28. Oktober 2004
Auf dem eintägigen Workshop, organisiert von Frau Prof. Ingrid Wessel,
Inhaberin des Lehrstuhls Modernes Südostasien am Seminar für
Südostasien-Studien, ging es um verschiedenste Aspekte des Demokratisierungsprozesses
in Indonesien. Drei Gastreferenten aus Indonesien nahmen teil: Ulil Abshar
Abdallah vom Netzwerk Liberaler Islam, Eep Saefullah Fatah von der Universitas
Indonesia und Prof. Azyumardi Azra vom Staatsinstitut für Islamische
Studien. Weitere Referentinnen und Referenten waren neben Frau Prof. Wessel
selbst Eva Streifeneder, Patrick Ziegenhain, Johannes Herrmann, Antje Missbach
und Petra Stockmann. Das Themenspektrum des Workshops umfasste so verschiedene
Bereiche wie Auswirkungen staatlichen Handels auf den Demokratisierungsprozess,
Umgang mit der Vergangenheit, Rolle des Militärs, Islam und Demokratisierung,
rechtliche Entwicklungen, Dezentralisierung und das Problem Aceh. Die ausgearbeiteten
Beiträge des Workshops werden Anfang 2005 in einem Sammelband publiziert
werden.
Deutsch-Indonesische Gesellschaft Köln und Cologne
Forum for Indonesia: Menschenhandel – Prostitution – Aids; Workshop im
Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Köln, 29.-31. Oktober 2004
Zwei Wochen lang reisten zwei Sexarbeiterinnen und zwei Sozialarbeiterinnen
der Hotline Surabaya durch Deutschland. Sie besuchten Kirchengemeinden
und entwicklungspolitische Institutionen. Höhepunkt der Tour war ein
Workshop in Köln unter der Schirmherrschaft von Christa Nickels, MdB
der Grünen und Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Deutschen
Bundestag. Die Gäste sprachen über ihre Arbeits- und Lebensbedingungen;
sie berichteten davon, wie sie unverschuldet in die Prostitution „verkauft“
wurden und heute, von Aids bedroht, unter erschwerten Bedingungen arbeiten
müssen. Armut, Menschenhandel und Aids bilden einen Teufelskreis,
dem vor allem Frauen, aber auch Kinder, ausgesetzt sind. Es gibt dabei
einen direkten Bezug zu Deutschland: angefangen von Sextourismus bis zu
den Ursachen von Armut. Diese Beziehungen wurden in mehreren Fachreferaten
zu Menschenhandel, Sextourismus, Armutsbekämpfung und Aids-Risiken
erörtert. Die Bemühungen gegen Menschenhandel und Aids seien
im Vergleich zum Aufwand, mit dem Terrorismus eingeschränkt werden
soll, unverhältnismäßig gering, hieß es.
Doch auch die geringen Versuche, Aids und HIV-Infektion zu bekämpfen,
helfen in der Praxis nicht, wie Esthi Susanti in einem Interview mit dem
indonesischsprachigen Programm der Deutschen Welle berichtete. Zum Beispiel
sei im August in der Provinz Ostjava eine Verordnung zu HIV-Aids und zum
Schutz von Gesunden und Kranken in Kraft getreten, die u.a. Kondome in
Risikobereichen vorschreibe. Die Kunden aber verweigerten deren Gebrauch,
so dass Sexarbeiterinnen weiterhin mit der Angst vor Aids leben müssten.
Themenabend „Versöhnung ohne Gerechtigkeit? Osttimor
5 Jahre nach der Zerstörung“, Katholische Akademie, 8. November 2004
Der Themenabend zu Osttimor wurde veranstaltet vom Internationalen Katholischen
Hilfswerk missio, dem Medienbüro A 18 und Watch Indonesia! Im
Zentrum der Veranstaltung standen ein Rückblick auf die Gewalt sowie
Analyse und Bewertung des bisherigen Aufarbeitungsprozesses. Der Diskussionsveranstaltung
voran ging eine Präsentation von Bildern des Fotografen Hans-Georg
Gaul und des ehemaligen PDS-Bundestagsabgeordneten und freien Journalisten
Carsten Hübner. Nach der Begrüßung durch Dr. Otmar Öhring
von der Fachstelle Menschenrechte, missio-Aachen, rief Carsten Hübner
den Anwesenden durch eine eindrückliche Videocollage die Ereignisse
des Herbstes 1999 anschaulichst ins Gedächtnis.
Das Expertengespräch, moderiert von Dr. Wolfgang Heinz vom Deutschen
Institut für Menschenrechte, begann mit einem Beitrag der ehemaligen
Bundesjustizministerin und jetzigen Bundestagsabgeordneten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.
Diese berichtete engagiert über ihre Tätigkeit als Mitglied der
UN-Kommission zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen in Osttimor.
Frau Leutheusser-Schnarrenberger brachte auch klar ihre Frustration darüber
zum Ausdruck, dass die Ergebnisse der Kommission bisher kaum für die
Aufarbeitung der Verbrechen genutzt worden seien. Ihrer Empfehlung, die
Verantwortlichen vor einem internationalen Tribunal zur Rechenschaft zu
ziehen, habe UN-Generalsekretär Kofi Annan nicht entsprochen. Sie
übte auch deutliche Kritik an dem ihrer Meinung nach mangelnden Engagement
der Bundesregierung.
Dr. Monika Schlicher von Watch Indonesia! berichtete anschaulich über
die Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission in Osttimor, die
einen guten Beitrag zur Wahrheitsfindung und zur Aussöhnung zwischen
Opfern und Tätern geleistet habe. Dies dürfe jedoch nicht als
Alibi für die insgesamt mangelhafte juristische Aufarbeitung herhalten.
Das Schlussreferat wurde von Carsten Hübner gehalten, der noch einmal
die Politik verschiedener externer Akteure in der Osttimorkrise zusammenfasste.
Siehe auch: Neues Deutschland vom 10.11.2004: „Massaker in Osttimor
bleiben ungesühnt“:
http://www.watchindonesia.org/ND_10.11.04.htm
Presse- und Lobbyarbeit:
Deutsche Welle, Masyarakat Indonesia: Interview mit Yusuf
Isak, Hasta Mitra Verlag, in Aachen, 7. November 2004
Die Pressefreiheit sei eine Errungenschaft der Demokratiebewegung und kein
Geschenk des indonesischen Staates, sagte Pramodya Ananta Toers Verleger
Yusuf Isak während seiner Vorträge zu Pressefreiheit und Versöhnung
in Europa. Die Einladungen nach Europa und ein Preis, der ihm im April
in den USA verliehen wurde, würdigten das Durchhaltevermögen
seines Verlages Hasta Mitra gegen repressive Politik. Den Preis hätten
die „neuen Kräfte“, um einen von Sukarno geprägten Begriff zu
verwenden, vergeben. Dies bedeute, dass es Widerstand gegen die „alten
Kräfte“, zu denen nach Meinung Yusuf Isaks auch George W. Bush gehört,
gebe.
Versöhnung – rekonsiliasi – gelinge nur, wenn Rechtsstaatlichkeit
herrsche, sagte Yusuf Isak in Aachen. Seine Stippvisite in Deutschland
beschloss die Europareise über Stockholm, Amsterdam, Südfrankreich
und Paris, wohin ihn die „Asosiasi Indonesia-Perancis Pasar Malam“ eingeladen
hatte. Die Kampagnen einiger weniger Personen und Gruppen zur Versöhnung
beruhten auf guten Absichten, seien aber nicht ausreichend, so Pak Yusuf.
Vielmehr sieht er Versöhnung als große Aufgabe für den
Staat, um das Erbe der Suhartozeit – Fundamentalismus, Terror, Anti-Kommunismus
– anzugehen. Über Amnestie oder Vergangenheitsaufarbeitung solle man
erst nach juristischer Aufarbeitung (hukum jalan dulu) reden.
„Wenn wir schlafen, kann es in Indonesien wieder so wie unter Suharto
werden!“ sagte Yusuf Isak in einem Interview der Deutschen Welle auf die
Frage, was er vom neuen Präsidenten halte. Es komme auf das Verhalten
der Indonesier selbst an, „ob wir passiv bleiben, ob wir uns organisieren,
ob wir die Regierung kontrollieren“. Fragen nach Susilo Bambang Yudhoyono
könne er erst in drei, vier Monaten beantworten. / Unter Mitarbeit
von Boboy Simanjuntak
Presseerklärung: Watch Indonesia! fordert transparente
und lückenlose Aufklärung des Mordes an Munir, 15. November 2004
Munir, der wohl bekannteste Menschenrechtsaktivist Indonesiens, wurde vergiftet
– mit einer hohen Dosis Arsen. Bekannt wurde dies erst mehr als zwei Monate
nach seinem qualvollen Tod am 7. September auf dem Weg von Jakarta nach
Amsterdam. Watch Indonesia! bringt in einer Presseerklärung die tiefe
Bestürzung über diesen Mord zum Ausdruck und ruft die indonesische
Regierung auf, dessen lückenlose, zweifelsfreie Aufklärung sicherzustellen.
In diesem Zusammenhang erinnert Watch Indonesia! an andere Todesfälle
der letzten Jahre: der plötzliche Tod des als integer und tatendurstig
angesehenen Generalstaatsanwalts Baharuddin Lopa, der ebenso unerwartete
Tod des reformorientierten Generalleutnants Agus Wirahadikusumah und der
Mord an Richter Syaifuddin Kartasasita durch bezahlte Auftragskiller.
Watch Indonesia! fragt, warum es zwei Monate dauerte, bis die Todesursache
bekannt gegeben wurde. Die lückenlose und transparente Aufklärung
sowie die strafrechtliche Ahndung der Tat werden zu einem ersten Lackmustest
für die Ernsthaftigkeit und Fähigkeit der neuen Regierung unter
Präsident Susilo Bambang Yudhoyono in ihrem erklärten Bestreben
nach mehr Rechtsstaatlichkeit werden, so Watch Indonesia!
http://www.watchindonesia.org/munir_15.11.04.htm
Indonesien/Osttimor in der deutschen und EU-Politik:
CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages: Auswirkung
der Zerstörung von tropischen Regenwäldern auf das weltweite
Klima, Große Anfrage, Berlin, 9. November 2004
Indonesien nimmt in der Großen Anfrage der CDU/CSU-Fraktion zur Auswirkung
der Zerstörung von tropischen Regenwäldern auf das weltweite
Klima einen besonderen Platz ein, da dort der Waldverlust „besonders dramatisch“
sei, mit Auswirkungen auf das globale Klima. In der Anfrage wird festgestellt,
dass es nach der Rodung der tropischen Regenwälder zu einem Anstieg
von CO2 in der Atmosphäre und damit zum Treibhauseffekt und
zu globaler Erwärmung kommt: „Alleine die durch Walddegradierung provozierten
Torfbrände im indonesischen Teil der Insel Borneo im Jahr 1997 haben
eine Kohlendioxidmenge freigesetzt, die mehr als dem 10fachen dessen entspricht,
was in Deutschland in den letzten 10 Jahren im Rahmen der Kyoto-Vereinbarungen
eingespart wurde.“ Daher lautet eine der Fragen, denen sich die Bundesregierung
stellen muss, ob die Regierung sich mit Möglichkeiten der Prävention
und den Auswirkungen dieser Brände befasse.
In der Anfrage wird die Regierung aufgefordert, bei der Beantwortung
des umfangreichen Fragenkatalogs ihren Kenntnisstand in Sachen Regenwald
darzulegen und bilaterale oder internationale Maßnahmen, Forschungen
und Projekte, die dem Schutz des Regenwaldes dienen, zu dokumentieren.
Außerdem soll sie Stellung nehmen zu verschiedenen Möglichkeiten
des Regenwaldschutzes, sei es mittels Kauf von Wald, Schuldenumwandlung
oder Satellitenüberwachung. Von der Beantwortung ihrer Anfrage versprechen
sich die Autoren Daten über die Menge von nach Deutschland oder in
die EU importiertem Tropenholz. Die Fraktion ist der Auffassung, dass die
Vergabekriterien für Hermesbürgschaften überarbeitet werden
müssen.
http://www.cducsu.de/aktuelles/initiativen/189183F2F2F9AC37BF0CBEB1EB0C61B711348-b3p06g3i.pdf
Veröffentlichungen, Berichte:
amnesty international: Indonesia - A briefing on the
death penalty, 1. Oktober 2004
Am 4. August und 1. Oktober 2004 wurden in Indonesien drei Todesurteile
durch Erschießung vollstreckt. Es waren die ersten Hinrichtungen
nach einem de-facto-Moratorium von mehr als drei Jahren. Bei den Opfern
handelte es sich um einen indischen und zwei thailändische Staatsangehörige.
Alle drei wurden des Versuches für schuldig befunden, über den
Flughafen Medan, Nordsumatra, mehrere Kilogramm Heroin nach Indonesien
geschmuggelt zu haben.
amnesty international bezweifelt die Rechtmäßigkeit der Verfahren
gegen die drei Hingerichteten. Sie hätten vor Eröffnung ihrer
Prozesse keinen Zugang zu Anwälten und Übersetzern gehabt, heißt
es in dem am 1. Oktober veröffentlichten Briefing Paper der Menschenrechtsorganisation.
Laut amnesty international befinden sich derzeit mindestens 54 weitere
Häftlinge in Todeszellen. 30 von ihnen wurden wegen Drogendelikten
verurteilt, 19 wegen Mordes und fünf wegen der Terroranschläge
auf Bali und in Jakarta. Auffallend ist der mit 22 Verurteilten hohe Anteil
ausländischer Todeskandidaten; 20 davon wegen Drogendelikten.
amnesty international protestiert aus prinzipiellen Erwägungen
gegen die Verhängung der Todesstrafe, da sie grausam und irreversibel
ist. Nirgendwo kann ein Justizirrtum völlig ausgeschlossen werden.
Dies gilt insbesondere für Indonesiens notorisch korruptes und unzuverlässiges
Justizsystem.
amnesty international kritisiert auch einige neue Gesetze, u.a. das
Gesetz über Menschenrechtsgerichtshöfe (Nr. 26/2000) und das
Anti-Terrorgesetz (Nr. 15/2003), da diese als Höchstmaß die
Todesstrafe vorsehen. Solange in Indonesien jedoch generell die Todesstrafe
verhängt werden kann, scheint diese Kritik nur bedingt berechtigt.
Im Kontext anderer geltender Gesetze wäre es unlogisch, wenn schwerste
Verbrechen wie die Anordnung von Massakern oder ein Bombenanschlag mit
Dutzenden von Todesopfern mit einem geringeren Strafmaß belegt wären
als ein einfacher Mord.
http://web.amnesty.org/library/index/ENGASA210402004
amnesty international: Indonesia - New military operations,
old patterns of human rights abuses in Aceh (Nanggroe Aceh Darussalam),
AI Index: ASA 21/033/2004, 7. Oktober 2004
Obgleich Menschenrechtsorganisationen der Zugang in die Provinz Aceh (Nanggroe
Aceh Darussalam) weiterhin versperrt ist, konnte amnesty international
Hinweise auf eine Vielzahl von Menschenrechtsverletzungen sammeln, die
sich seit Verhängung des militärischen Ausnahmezustandes im Mai
2003 ereigneten. Trotz der schwierigen Ermittlungsbedingungen gilt zumindest
ein Teil dieser Informationen als gesichert. Laut amnesty international
geht ein Großteil der Menschenrechtsverletzungen auf das Konto der
indonesischen Sicherheitskräfte. Unter den Opfern von Verhaftung,
Folter, Misshandlung, erpressten Geständnissen und dergleichen mehr
befinden sich zahlreiche Zivilpersonen. Vor allem junge Männer geraten
leicht in Verdacht, mit der Unabhängigkeitsbewegung GAM in Verbindung
zu stehen. Amnesty berichtet jedoch auch von sexueller Belästigung
und systematischer Vergewaltigung von Frauen.
Auch die GAM wird für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich
gemacht. Namentlich werden hier Entführungen und der Einsatz von Minderjährigen
in den Reihen des bewaffneten Widerstandes genannt.
amnesty international ruft beide Seiten dazu auf, von Menschenrechtsverletzungen
Abstand zu nehmen und sich an geltende internationale Konventionen zu halten.
Der zweite Teil des Berichtes ist der Situation von Flüchtlingen
aus Aceh in Malaysia gewidmet. Ihnen droht die zwangsweise Abschiebung
sowie z.T. Misshandlung und die Aberkennung international verbriefter Rechte.
Unter den Betroffenen befinden sich auch zahlreiche Frauen und Kinder.
Siehe hierzu auch den folgenden Bericht: amnesty international: Malaysia
- Human rights at risk in mass deportation of undocumented migrants, 2.
Dezember 2004
http://web.amnesty.org/library/index/engasa210332004
amnesty international: Malaysia - Human rights at risk
in mass deportation of undocumented migrants, 2. Dezember 2004
Im Sommer 2004 erklärte die Regierung Malaysias, bis zum Ende 2005
mehr als eine Million illegale Immigrantinnen und Immigranten in Abschiebehaft
zu nehmen und auszuweisen. Auch sollten alle verhafteten Migranten ohne
Papiere bestraft werden. Bei einer ähnlichen Aktion im Jahre 2002
hatten Versorgungsschwierigkeiten in Abschiebelagern zu Todesopfern geführt,
darunter mindestens drei Kinder.
Die von der Abschiebung Bedrohten sind vor allem Migranten aus Bangladesh,
Nepal, den Philippinen und Indonesien. Unter Letzteren befinden sich neben
Arbeitsmigranten auch Flüchtlinge aus Aceh. Es wird befürchtet,
dass sie mit Folter zu rechnen haben. amnesty international fordert daher
die Regierung Malaysias auf, die geplanten Abschiebungen zu stoppen, bis
garantiert werden kann, dass die Rechte der Asylsuchenden und papierlosen
Immigrantinnen und Immigranten in Übereinstimmung mit internationalen
Standards geschützt werden. Der neue Präsident Indonesiens hat
die malaysische Regierung bereits aufgefordert, Schritte zu unternehmen,
um die Rechte der Arbeitsmigranten zu schützen.
http://web.amnesty.org/library/Index/ENGASA280082004?open&of=ENG-MYS
Peter Aldhous: Borneo is Burning, in: Nature, Vol.
432, 11. November 2004; Florian Siegert: Brennende Regenwälder, in:
Spektrum der Wissenschaft, Februar 2004
Monatelang lagen Indonesien und seine Nachbarstaaten 1997 unter dicken
Rauchwolken. Globale Kohlendioxid-Messstationen registrierten eine Verdoppelung
des Kohlendioxidausstoßes in die Atmosphäre. Bisherige Klimamodelle
berücksichtigen den CO2-Ausstoß brennender Regenwälder
jedoch nicht. Ein Team von Wissenschaftlern, unter ihnen Prof. Siegert
von der Universität München, ist den Hintergründen und den
klimatischen Folgen der Waldbrände nachgegangen. Sie stellten fest,
dass die brennenden Torfwälder, die im Untersuchungsgebiet in Zentralkalimantan
auf bis zu acht Metern dicken Torfschichten wachsen, hauptverantwortlich
für den Ausstoß des Treibhausgases waren. Mit Hilfe einer kombinierten
Auswertung von Satellitendaten und Untersuchungen vor Ort berechneten die
Wissenschaftler den CO2-Ausstoß. Außerdem gingen sie der Frage
nach, inwieweit die Feuerkatastrophe zur Erderwärmung beiträgt,
denn die Freisetzung fossilen Kohlenstoffs (Torf) gilt als wichtiger Faktor
der Erderwärmung. Allein die brennenden Torfwälder Indonesiens
erhöhten den weltweiten CO2-Ausstoß um bis zu 40%! Eine, global
betrachtet, kleine Region mache die CO2-Einsparungen anderer Staaten binnen
kurzer Zeit zunichte, heißt es in Spektrum der Wissenschaft. Die
Studien zeigen auch den engen Zusammenhang zwischen Holzeinschlag und Feuergefährdung
auf. „Je gestörter der Wald durch menschliche Eingriffe, desto größer
die durch Feuer verursachten Schäden“, fasst Prof. Siegert das aus
ökologischer Sicht wichtige Ergebnis der Forschungen zusammen. Im
Untersuchungsgebiet wirkte sich Suhartos ehrgeiziges Mega-Projekt, Torfwälder
in Reisfelder umzuwandeln, besonders verheerend aus. Eine falsche Entwicklungs-
und Landnutzungspolitik sei, in Kombination mit Trockenheit, die Ursache
für die jährlich wieder aufflammenden Brände. Mit seinen
25-50 Gigatonnen an Torf berge Indonesien ein klimawirksames Potenzial
zukünftiger Feuerkatastrophen, denen nur mit massiven internationalen
Anstrengungen begegnet werden könne.
Die Artikel sind online nur kostenpflichtig erhältlich unter:
http://www.nature.com
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/714895
Tipp: den Artikel in Spektrum der Wissenschaften über Firstgate
<http://www.firstgate.com/>für
1 Euro kaufen
Kurzhinweise auf weitere Berichte und Veröffentlichungen:
Felix Heiduk: „Bewaffneter Separatismus in Aceh/ Indonesien. Die politische
Ökonomie eines „vergessenen“ Krieges“, in: Nord-Süd Aktuell,
Vol. 18/ 2004/ Nr. 2, S. 305-312
http://www.duei.de/nsa/04-2/premium/t_heiduk_04-2.php
Preis: 2 Euro, bezahlbar über Firstgate <http://www.firstgate.com/>
Anett Keller: Motor der Demokratie? Indonesiens Medien suchen ihren
Weg als vierte Gewalt. FES Jakarta, November 2004
http://fesportal.fes.de/pls/portal30/docs/FOLDER/WORLDWIDE/ASIEN/KURZBERICHTE/KBINDONESIEN11.04_MEDIEN.PDF
Open Society Institute / Coalition for International Justice: Unfulfilled
Promises: Achieving Justice for Crimes Against Humanity in East Timor,
November 2004.
http://www.justiceinitiative.org/db/resource2?res_id=102368
http://www.cij.org/pdf/Unfulfilled_Promises_Achieving_Justice_for_Crimes_Against_Humanity_in_East_Timor.pdf
http://www.cij.org/pdf/Executive_Summary_of_report_Unfulfilled_Promises.pdf
Judicial System Monitoring Programme (JSMP): Justice for Timor Leste:
Civil Society Strategic Planning; International Conference: 23 – 24 September
2004: Conference Proceedings, Oktober 2004
Englisch:
http://www.jsmp.minihub.org/Reports/jsmpreports/JSMP%20Conference%20Reports/reports(e).doc
Tetum/Indonesisch:
http://www.jsmp.minihub.org/Reports/jsmpreports/JSMP%20Conference%20Reports/report%20(t).doc
Veranstaltungshinweise:
Hrsg: Watch Indonesia!
in Zusammenarbeit mit Umverteilen! – Stiftung für eine solidarische
Welt
Redaktion: Alex Flor,
Marianne Klute, Monika Schlicher, Petra Stockmann, Tia Mboeik
Der Infodienst wird unterstützt
aus Mitteln des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED)