Keine Hermesbürgschaft für Regenwaldzerstörung

ngo-online, Internet-Zeitung für Deutschland, 11. November 2003
Entwicklungshilfe

ngo-onlineDie Organisationen Watch Indonesia und Robin Wood protestierten am Dienstag vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin gegen Pläne der Bundesregierung, die Lieferung von Maschinen für eine Papierfabrik in China mit Hermesbürgschaften abzusichern. Das Papierwerk wird Zellstoff aus Indonesien verarbeiten, das auch aus illegalem Regenwaldkahlschlag stammen kann. Die Aktivisten entrollten ein Transparent mit der Aufschrift: „Urwaldzerstörer Clement – Steuern in die Katastrophe“.

Die Aktivisten übergaben einen Brief an die Bundesregierung, in dem die Absage von Hermesbürgschaften gefordert wird, weil der Holzkonzern APRIL die Fabrik beliefern wird. April habe in der Vergangenheit große Flächen Regenwald vernichtet und werde dies auch in Zukunft tun, sagte Marianne Klute von Watch Indonesia. „Dem Raubbau muss ein Riegel vorgeschoben werden. Eine Förderung mit deutschen Steuergeldern ist inakzeptabel.“

Peter Gerhard von Robin Wood verwies auf die aktuellen Überschwemmungen auf Sumatra, die mehr als 200 Menschen das Leben gekostet hätten und deren dramatische Folgen ebenfalls auf die rücksichtslose Abholzungen zurückgingen. Indonesische Umweltorganisationen fordern ein Moratorium für den Holzeinschlag. Dem solle sich die Bundesregierung anschließen und die Hermesbürgschaft stoppen. <>

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