Simbar Wareh

Feministische Geo-RundMail Nr. 76 , Juli 2018

ak-geographie-geschlecht.org/rundmail

 Transnationaler Anarchafeminismus gegen die globale Zementindustrie

ein Beitrag von Yvonne Kunz, Göttingen

FemGeo„Es gibt sicher Ähnlichkeiten [zum Anarchismus], aber wir lehnen den Staat nicht komplett ab. Wir erwarten nur, dass der Staat den Menschen dient und nicht umgekehrt. Gesetze sind nicht per se schlecht. Aber die werden zu oft missbraucht“ (Gunarti 2017 zit. in Keller und Kunz 2017, S.15).

So lautet die Antwort von Gunarti, einer indonesischen Umweltaktivistin der indigenen Gruppe Sedulur Sikep auf die Frage, ob sie ihre Gemeinschaft als anarchistisch lebende Ökogemeinschaft bezeichnen wurde. Ich hatte die Möglichkeit diese und viele andere Fragen mit Gunarti zu diskutieren, als sie 2017 in Deutschland war. In Indonesien setzt sie sich aktiv gegen Pläne von Zementunternehmen zur Wehr, unter anderem auch gegen das deutsche Unternehmen HeidelbergCement. Um ihrem Wunsch den Protest auch nach Deutschland tragen zu können gerecht zu werden, wurde sie von der Heinrich-Böll-Stiftung, der Südostasien-Informationsstelle und Watch Indonesia! nach Deutschland eingeladen. In meiner Funktion als Umwelt- und Klimareferentin bei Watch Indonesia! durfte ich Gunartis Deutschlandreise mit organisieren und sie auf ihrer Reise durch Deutschland begleiten.

In Indonesien lebt Gunarti in dem Dorf Sukolilo am Fuße des Kendeng-Gebirges in Zentraljava, der am dichtesten besiedelten Insel Indonesiens. Wie die meisten Menschen in Sukolilo lebt auch Gunarti von der Landwirtschaft. Wie sie mir während unserer gemeinsamen Reise berichtete, haben die Mitglieder der indigenen Gruppe Sidelur Sikep (umgangssprachlich auch Samin genannt) ihrer Meinung nach eine besondere Beziehung zu den Ressourcen Land und Wasser und zu allen Lebewesen, denen durch Land und Wasser ein Leben erst ermöglicht wird. Die Menschen die sich der Gruppe der Sidelur Sikep zugehörig fühlen, verstehen sich laut Gunarti als Hüter der Erde. Aus diesem Grund werden bei landwirtschaftlichen Aktivitäten chemische Dünger vermieden. Gunarti stellt ihre Dünger selbst aus organischem Material her. Aber nicht nur zu der natürlichen, sondern auch zur sozialen Umwelt wurden institutionelle Regelwerke innerhalb der Gruppe bewahrt.

Von der Landwirtschaft zu leben, als Bauern und Bäuerinnen die eigenen Erzeugnisse zu verkaufen und hierüber hinaus keinen Handel zu betreiben, ist ein entscheidender Teil des institutionellen Regelwerks, erklärt mir Gunarti. Verkauft wird nur, was tatsächlich selbst angepflanzt, gepflegt und geerntet wurde. Gewinne hingegen, die aus reinen Handelsgeschäften und nicht etwa aus dem Einsatz der eigenen körperlichen Arbeit entstehen, verachten Gunarti und ihre Freund*innen der Sidelur Sikep. „Werden erworbene Waren zu einem höheren Preis weiter verkauft, so wird die Differenz, der erzielte Gewinn, als unehrlich, beziehungsweise als eine Lüge betrachtet“, so Gunarti im Gespräch während unserer Reise.

Weiter erklärt sie bezüglich der Praktiken der Sidelur Sikep, dass Angehörige sich der Vorschrift sich zu einer der fünf (sic! es sind mittlerweile sechs, WI!) vom Staat vorgegebenen Weltreligionen zu bekennen, verweigern. Die von Gunarti praktizierte Religion nennen Mitglieder der Sidelur Sikep „Adam“. Wenn Gunarti betet, so betet sie zur Natur, wie sie erklärt. „In ihr ist alle Kraft vereint“ (Gunarti 2014 zit. In Keller 2014, S. 93). Diese Religion ist von der indonesischen Regierung nicht anerkannt. In Ausweispapieren, in denen es prinzipiell Pflicht ist eine der anerkannten Religionen anzugeben, wurde bei Angehörigen der Sidelur Sikep oft der Islam eingetragen. Mittlerweile ist es jedoch erlaubt, die Spalte zur Religionsangehörigkeit leer zu lassen. Aus diesem und anderen Gründen verzichten Mitglieder der Gemeinschaft weitestgehend auf staatliche Ausweispapiere. Im Fall einer Reise ins Ausland sind Papiere jedoch unumgänglich. Fur Gunartis Besuch in Deutschland musste sie sowohl Geburtsurkunde als auch Reisepapiere neu anfertigen lassen, da sie keine besaß.

Immer wieder war es Gunarti wichtig zu betonen, dass Angehörige der Sidelur Sikep nicht zu staatlichen Schulen gehen. Dort würden Werte vermittelt werden, die nicht mit der Ideologie der Gruppe übereinstimmen. Gunartis Anspruch an Bildung ist, Kinder zu aufrichtigen Menschen zu erziehen, nicht zu Kindern die heranwachsen, um nach hohem Rang, Positionen in Ämtern und Geld zu streben. Besonders, so sagt sie, ist auch die lange Tradition des gewaltfreien Widerstands der Sidelur Sikep. Die Anfänge der Bewegung gehen bis in die Kolonialzeit zurück, während der Steuerabgaben an die Besatzung verweigert wurden. Bis heute halten Angehörige der Sidelur Sikep hieran fest und verweigern Steuerabgaben an den Staat.

Störung des Gleichgewichts

Die Umgebung am Fuße des Kendeng-Gebirges, in der viele Mitglieder der Sidelur Sikep leben, gäbe ihnen nach eigenen Angaben alles, was sie zum Leben bräuchten. Das Kendeng-Gebirge ist ein Karstgebirge. Die Anwohner*innen profitieren von den Wasserrückhaltekapazitäten des Karsts. In der Regenzeit schützen unterirdische Wasserläufe vor Überschwemmungen und in der Trockenzeit speien die Wasserläufe die Felder. So ist es hier ganzjährig möglich, in mehreren Ernten Reis und Gemüse anzubauen.

Karstgebirge sind kalkhaltig. Kalk wird benötigt um Zement als Baumaterial herzustellen. Die Nachfrage nach Zement und somit auch nach der Ressource Kalk steigt. Heute wird weltweit „dreimal so viel Zement hergestellt wie im Jahr 2001“ (Keller und Klute 2016, o.S.).

Mehrere Zementunternehmen sind daran interessiert, Konzessionen fur die Region rund um das Kendeng Gebirge zu erhalten und dort Zementfabriken zu errichten. Die Unternehmen, hierunter auch ein Tochterunternehmen des deutschen Konzerns HeidelbergCement, planen unter anderem Kalk abzubauen und unter hohem Energieverbrauch zu Zement weiterzuverarbeiten. Die Unternehmen müssen hierfür den Berg aufreißen. Für die Sedelur Sikep bedeutet das, den Berg zu verletzen um Handel zu treiben und Profite zu generieren. Es verwundert an dieser Stelle nicht, dass die Gemeinschaft der Sidelur Sikep diese Pläne ablehnt. Kreativ, gewaltfrei und ausdauernd leisten sie Widerstand seit zum ersten Mal Vertreter*innen der Zementunternehmen in der Region auftauchten.

Kreative Protestformen

Dieser Widerstand, der maßgeblich von Angehörigen der Sidelur Sikep getragen wird, hat sich rasch auf andere Anwohner*innen ausgeweitet. Auch landesweit hat der Protest gegen die Ressourcenausbeutung Unterstützer*innen gefunden. Und mit Gunartis Reise nach Deutschland sogar darüber hinaus: 2017 wurde der Protest zum ersten Mal nach Deutschland und auch nach Heidelberg getragen. Die Bewegung hat sich auf ein transnationales Netzwerk ausgeweitet.

In unermüdlichen Aktionen bringt die ursprünglich lokale Bürger*innenbewegung JM-PPK (Netzwerk der Menschen denen das Kendeng Gebirge am Herzen liegt), die von Gunarti und Freund*innen initiiert wurde, ihre Sorge zum Ausdruck, was ein Zementfabrikbau und der damit einhergehende Abbau von Ressourcen für die Menschen vor Ort bedeutet. Die Menschen des JM-PPK befürchten die Störung des ökologischen Gleichgewichts, eine Veränderung im hydrologischen Kreislauf, erschwerte Bedingungen fur die Landwirtschaft und damit auch eine Einschränkung der Möglichkeit, die Werte der Sidelur Sikep auszuleben.

Die Protestaktionen von JM-PPK sind sehr unterschiedlich, in ihrer Beharrlichkeit und Kreativitat dennoch gleich. Sie reichen von Protestmärschen über mehrere hundert Kilometer und mehrere Tage, über Klagen vor Gericht und Audienzen bei dem indonesischen Präsidenten bis zu der wohl prominentesten Aktion, der Einzementierung der Füße. Diese Form des Protests soll symbolisch zum Ausdruck bringen, wie sehr das Zementvorhaben die Bewohner*innen der Region lähmen wurde. „Am 12. April 2016 protestierten neun Frauen aus dem Kendeng-Gebiet vor dem Präsidentenpalast in Jakarta. Ihre Füße in Zement gegossen, verharren sie hier einen Tag und eine Nacht“ (Südostasien-Informationsstelle und Watch Indonesia! 2017, o.S.). Am 13. März 2017 wurde diese Aktion vergrößert. In Jakarta zementieren sich 50 Menschen über 10 Tage hinweg die Füße und teilweise auch die Hände ein.

Im Mai des gleichen Jahres reiste Gunarti nach Deutschland. Vor der Aktionär*innenversammlung von HeidelbergCement am 10. Mai 2017 zementierten sich Unterstützer*innen in Heidelberg die Füße ein, während Gunarti und ich gemeinsam auf der Aktionär*innenversammlung sprachen. Im Jahr 2018 konnte auch diese Aktion ausgeweitet werden. Während Mokh Sobirin, ein Freund von Gunarti, als Vertreter des Netzwerks JM-PPK auf der Aktionär*innenversammlung spricht, solidarisieren sich wieder Menschen und zementierten sich vor der Heidelberger Stadthalle die Füße ein. Zeitgleich findet eine Einzementierungsaktion vor der Deutschen Botschaft in Jakarta statt. Die Protagonist*innen, die ihre Füße in Zement stecken, sind Wissenschaftler*innen von verschiedenen indonesischen Universitäten, unterstützt von Frauen aus dem Kendeng Gebirge. Über eine Leinwand und eine Live-Übertragung konnten wir beide Protestaktionen zusammen bringen und gemeinsame Sprechchöre anstimmen.

Simbar Wareh

Ein großer Teil des Protests wird heute von Frauen getragen. Das war nicht immer so. Zu Beginn der Widerstandsbewegung lagen sowohl die Entscheidungen als auch die Durchführung der Aktionen eher in den Händen der Männer. Dies änderte sich, als das Netzwerk JM-PPK die Strategie entwickelte bei Amtsinhaber*innen auf Provinzebene nach Unterstützung zu suchen. Hierfür wurden 15 Frauen aus verschiedenen Dörfern, die vom Fabrikbau direkt betroffen sein würden, entsandt, um die stellvertretende Gouverneurin von Zentraljava zu treffen. Diese Erfahrung hat die Frauen dazu bewegt, eine feste Frauengruppe zu etablieren und sich aktiver in den Widerstand einzubringen (Sobirin 2018 o.S.).

Die vordergründige Intention der Gruppe war und ist es immer noch, die Wasserquellen am Kendeng-Gebirge zu schützen. So entstand der Name Simbar Wareh, der sich aus dem Namen einer Quelle (Simbarjoyo) und dem Name der Höhle Wareh zusammensetzt.

Hinter dieser bewussten Entscheidung, sich aktiv für den Erhalt des hydrologischen Kreislaufs und gegen die kapitalistische Verwertung ihrer Lebensgrundlage einzusetzen, stehen die Frauen vom Kendeng-Gebirge noch heute. „Wir Frauen vom Kendeng-Gebirge sind uns sehr bewusst, was auf dem Spiel steht, wenn die Zementfabrik entsteht. Wir brauchen Wasser aus unseren Quellen, für die Felder und die Haushalte“ (Gunarti 2017 zit in Keller und Kunz 2017, S. 15) so Gunartis Einschätzung zu der aktiven Involvierung von Frauen im Widerstand. Aber auch der Aspekt der Gewaltfreiheit, der für die Sedelur Sikep eine große Rolle spielt, bestärkt die Frauen in ihrem Aktivismus. „Anfangs standen die Männer bei Protesten ganz vorn und es gab immer wieder gewaltsame Übergriffe auf sie, von staatlichen Sicherheitskräften oder bezahlten Schlägerbanden. Deswegen entschieden sich die Frauen schließlich, dass sie auch nach vorn gehen, in dem Wissen, dass wir gemeinsam unsere Erde schützen müssen“ (Gunarti 2017 zit. in Keller und Kunz 2017, S. 16), so Gunarti weiter. Die Erfahrung, dass viele Manner in Indonesien eher davor zurückschrecken physische Gewalt gegen Frauen anzuwenden, als auch die Beobachtung, dass sich viele Männer schneller zur Gewaltausübung gegenüber Sicherheitskräften provozieren lassen, sorgen dafür, dass die Frauen auch weiterhin in der ersten Reihe stehen, ergänzt Gunarti in einem persönlichen Gespräch.

Die Aktivitäten von Simbar Wareh gehen über direkte Protestaktionen hinaus. So treffen sich die Frauen regelmäßig, um sich auszutauschen und um zu informieren. Sie stellen aus Heilpflanzen, die sie am Kendeng Gebirge anbauen, traditionelle Medizin her, die sie verkaufen. Als landwirtschaftliches Produkt, das sie selbst haben wachsen lassen, ist ihnen dieses Vorgehen erlaubt. Mit dem Produkt machen die Frauen aus der Gruppe Simbar Wareh darauf aufmerksam, dass ihr Zuhause ein fruchtbares Gebiet ist. Gleichzeitig finanzieren sie mit dem Verkauf weitere Aktionen. Außerdem haben die Aktivistinnen es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen in allen betroffenen Dörfern (das betroffene Gebiet erstreckt sich über vier Distrikte und 13 Dörfer) zu besuchen und ihnen von ihrer Sorge gegenüber den Zementvorhaben zu berichten. So erweitern sie ständig das Netzwerk aktiver Frauen (Sobirin 2018, o.S.).

Anarchafeminismus

Die Protestbewegung am Kendeng-Gebirge widersetzt sich seit mittlerweile mehr als zehn Jahren gegen die Zementvorhaben, seit 2009 mit einer fest etablierten Frauengruppe. Die Begriffe Anarchismus, Feminismus oder gar Anarchafeminismus tauchen in der Eigenbezeichnung nicht auf.

Dies geht sicherlich auch einher mit einer eher negativen Konnotation des Worts Anarchismus. Bewegungen in Indonesien sind meist sehr vorsichtig im Umgang mit linken Selbstverständnissen. Die Ursache liegt in der jüngeren indonesischen Geschichte begründet, in der es 1965 grausame Massenmorde an vermeintlichen Kommunist*innen gegeben hat 1. Noch immer gibt es ein Stigma gegenüber Komminst*innen in Indonesien. Wahrend es in Deutschland oder Europa möglich ist mit Labeln wie Anarchismus und Feminismus Zulauf zu erfahren (sicherlich auch nur begrenzt und eher in bestimmten gesellschaftlichen Gruppen), so kann es in Indonesien ein Grund sein sich mit einer Bewegung nicht identifizieren zu wollen, auch wenn Inhalte sonst Zustimmung finden würden.

Während Gunartis Aufenthalt in Deutschland haben wir in zehn Städten den Film Samin vs. Semen vorgeführt. In den Veranstaltungsankündigungen haben wir damit „geworben“, dass Gunarti einer anarchistisch lebenden Ökogemeinschaft angehört. Die Filmvorführungen mit anschließender Diskussion mit Gunarti erreichten mehr als 500 Menschen, in Hamburg, Göttingen, Leipzig und Heidelberg waren die Kinos voll. In Indonesien würde eine so gelabelte Werbung eventuell zu leeren Veranstaltungsorten führen.

Viele vermeintlich linke Strömungen werden als kommunistisch bezeichnet, was wiederrum oft mit einem Separatismus- Streben synonym verwendet wird. Aus diesem Grund werden bei allen JM-PPK Aktionen indonesische Nationalstaatsflaggen getragen. Das Anliegen, den Berg und die Wasserquellen zu schützen ist vorrangig. Der Wunsch nach einem Systemwandel ist, wenn überhaupt existent, dann zweitrangig. Gleichzeitig sympathisieren linke indonesische Subkulturen, wie etwa viele indonesische Punks mit dem Netzwerk JM-PPK. So gelangen auch durchaus Fahnen oder Transparente mit anarchistischen Symbolen auf Aktionen von denen sich keinesfalls distanziert wird.

Die Vorgehensweisen der Gruppe der Sidelur Sikep, von Simbar Wareh und auch des mittlerweile transnationalen Solidaritäts- Netzwerks zeigen klare Strukturen auf: Herrschaftslosigkeit, eine Organisation in kleinen Basisgruppen von denen aus sich Netzwerke ausweiten, eine aktive Involvierung von Frauen, die sich für Selbstbestimmung und ihre Rechte einsetzen. Die Herangehensweise des Netzwerks zeigt, dass keine Unterstützung von staatlicher Seite erwartet wird und Angelegenheiten vorzugsweise in Selbstorganisation geregelt werden. Im Verständnis der Sidelur Sikep sind Menschen „vernunftbegabt und verantwortungsbewusst. Der Staat muss sie nicht dazu zwingen“ (Gunarti 2014 zit. Keller 2014, S.93). Viele dieser Sichtweisen, Vorgehensweisen und Strategien decken sich mit anarchistischen und feministischen Anliegen. Gunarti braucht diese Label jedoch nicht, um deren Werte zu leben.

Ob ohne oder mit dem Label des Anarchismus oder des Anarchafeminismus – JM-PPK als das Netzwerk der Menschen denen das Kendeng-Gebirge am Herzen liegt, sowie die Subgruppe Simbar Wareh, gelten als sehr erfolgreiche Widerstandsbewegung. Seit Jahren schaffen sie es, sich gegen die mächtige Zementindustrie zu behaupten. HeidelbergCement versucht seit zehn Jahren, Lizenzen fur Konzessionen vor Gericht zu erstreiten. Das kostet den Konzern viel Geld und sorgt dafür, dass in dieser Zeit das Gebirge nicht abgebaut wird und das Unternehmen keine Profite mit Ressourcenausbeutung am Kendeng-Gebirge erwirtschaften kann. Aus ökologischer und sozialräumlicher Perspektive bedeutet dies einen Schutz der ökologischen Vielfalt, der Wasserquellen, der Landwirtschaft und der Menschen. In diesem Sinne: Salam Kendeng lestari! Erhaltet das Kendeng-Gebirge!

1 Siehe auch: Keller, Anett. 2015. Gegenwart eines Massenmordes. Regiospectra. Berlin.

 

Referenzen

Keller, Anett, und Yvonne Kunz. 2017. Dafür sorgen, dass etwas wächst. Graswurzelrevolution Sommer 2017, 420. S. 15-15. http://www.graswurzel.net/420/gunarti.php. [zuletzt aufgerufen am 12.07.2018]

Keller, Anett, und Marianne Klute. 2016. Dreckiger Zement. Le Monde Diplomatique. https://monde-diplomatique.de/artikel/!5337730. [zuletzt aufgerufen am 12.07.2018]

Keller, Anett. 2014. Hüter der Erde. Natur 02(14), S. 92-96.

Sobirin, Mokh. 2018. Gunarti and The Kendeng Women Movement. Heinrich Böll Stiftung Southeast Asia. https://th.boell.org/en/2018/01/08/gunarti-and-kendeng-women-movement. [zuletzt aufgerufen am 12.07.2018]

Südostasien-Informationsstelle und Watch Indonesia!. 2017. Javanischer Widerstand gegen die globale Zementindustrie. https://www.asienhaus.de/archiv/soai/user_upload/Final_Flyer_Javanischer_Widerstand_gegen_die_globale_Zementindustrie_23.04.2017.pdf. [zuletzt aufgerufen am 12.07.2018]

Weitere Informationen: Indonesischer Dokumentarfilm Samin vs Semen mit deutschen Untertiteln: https://www.youtube.com/watch?v=EUE9D0wzJ3s

ZDF Dokumentation aus der Reihe Planet e: https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-zement—der-heimliche-klimakiller-100.html

 

www.watchindonesia.org

www.asienhaus.de/soainfo/unsere-arbeit/gefahren-globaler-zementproduktion/

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